Umzug planen und durchführen

Mieten und Vermieten – In diesem Beitrag finden Sie detaillierte Informationen zum Umzug planen und wie Sie diesen durchführen. Unter anderem erhalten Sie Informationen zu den Zeiten und Kosten, den wichtigsten Aufgaben beim Auszug, lernen Tipps zur reibungslosen Organisation, zu Haustieren und erhalten eine Checkliste zum downloaden.

Umzug planen, durchführen, Checkliste, Aufgaben, Kosten, Tipps sowie Haustiere

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Bei einem Umzug muss vieles geplant, organisiert und durchgeführt werden. Schnell kann es passieren, hier den Überblick zu verlieren. Daher ist es wichtig, sich frühzeitig um alles zu kümmern und den Umzug richtig zu planen, damit erst gar kein Stress entstehen kann. Die wichtigsten Tipps zum Thema Umzug stellen wir Ihnen hier vor.

Kosten kalkulieren gehört zum Umzug planen

Es empfiehlt sich, bereits im Vorfeld grob die Kosten zu kalkulieren, die bei einem Umzug auf einen zukommen werden. Mit eingerechnet werden sollten nicht nur die Kosten für die Umzugsfirma, sondern auch eine etwaige Mietkaution, Maklercourtagen oder auch Ausgaben für die Renovierung der neuen beziehungsweise der alten Wohnung.

Umzugsfirma oder selbst umziehen?

Eine wichtige Überlegung ist, ob man den Umzug selbst oder von einer Umzugsfirma durchführen lassen möchte.

Angebote aus der Region einholen

Sollte man sich für professionelle Unterstützung entscheiden, ist es zu empfehlen, frühzeitig verschiedene Angebote aus der Region einzuholen und im Hinblick auf das Preis-Leistungsverhältnis miteinander zu vergleichen.

Einen Transporter mieten, sofern Sie selbst umziehen

Möchte man den Umzug dennoch selbst durchführen, mietet man am besten schon einige Wochen zuvor einen Transporter für den entsprechenden Tag an. Auch ist es immer hilfreich, wenn Freunde und Verwandte beim Umzug behilflich sein können.

Urlaub beantragen nicht vergessen

Wer bereits frühzeitig weiß, wann der Umzug stattfinden wird, sollte als Erstes Urlaub dafür beantragen. In Deutschland gewähren viele Arbeitgeber einen Tag Sonderurlaub für Umzüge – nehmen Sie diesen in Anspruch, idealerweise an einem Freitag. So können Sie auch über das Wochenende noch weitere wichtige Dinge erledigen.

Den alten Mietvertrag kündigen

Natürlich dürfen Sie nicht vergessen den Mietvertrag mit Ihrem alten Vermieter zu kündigen. Lesen dazu den Beitrag Kündigungsschreiben Mietvertrag. Dort erhalten Sie mehr Informationen, was es bezüglich einer Kündigung des Mietvertrags zu beachten gilt. Sicherlich ist auch der Beitrag Mietvertrag und Mietrecht für Sie interessant, da in diesem Beitrag die einzelnen Bestandteile von Mietverträgen beschrieben werden.

Die richtige Wohnungsübergabe

Weiterhin sollte mit dem Vermieter ein Termin zur Wohnungsübergabe vereinbaren. Lassen Sie bereits alle entstandenen Schäden in der Wohnung aufschreiben, so dass es bei einem erneuten Auszug keine Unstimmigkeiten gibt. Hierzu dient auch das Übergabeprotokoll.

Was ist mit den Renovierungen und Reparaturen?

Darüber hinaus fallen in der Regel noch Renovierungen oder Reparaturen in der alten Wohnung an, wie beispielsweise das Streichen der Wände. Prüfen Sie außerdem, welche Schäden bereits vor dem Einzug vorhanden waren und informieren Sie den Vermieter darüber. Wichtig zu wissen: Nicht ausgeführte Reparaturen darf der Vermieter von der Mietkaution abziehen! Das sagt der Gesetzgeber zu Reparaturen an Mietwohnungen.

Welche Aufgaben beim Umzug planen entstehen?

Hier lernen Sie mehr zu den wichtigsten Aufgaben beim Auszug aus der alten Wohnung beziehungsweise aus dem alten Haus. Insbesondere erfahren Sie mehr zur Entrümpelung, zur Ummeldung, dem Nachsendeauftrag, Nachbarn informieren sowie zum Verpacken und Entsorgen von nicht mehr benötigten Mobiliar.

Den Keller und den Dachboden entrümpeln

Ehe Sie mit dem Packen der Möbel und Einrichtungsgegenstände beginnen, sollten Sie:

  • den Keller, den Dachboden sowie andere Räumlichkeiten entrümpeln.
  • Entsorgen Sie, was Sie nicht mehr benötigen und sortieren Sie alles sauber in Kartons und beschrifteten Sie diese.
  • Um nicht vor dem eigentlichen Umzugstag in Stress zu geraten, lohnt es sich, bereits einige Wochen oder gar Monate zuvor zu beginnen.

So kommt am Umzugstag dann auch wirklich nur das mit, was man behalten möchte.

Die Ummeldung vornehmen

Vergessen Sie außerdem nicht, sich beim Stromversorger, bei Ämtern und anderen öffentlichen Einrichtungen umzumelden. Eventuell sollten Sie einen Strompreisvergleich durchführen, um zukünftig Kosten zu sparen.

Den Nachsendeantrag bei der Post stellen

Bei der Post sollte darüber hinaus ein Nachsendeantrag gestellt sein, durch den sämtliche Briefe und Pakete in den kommenden Wochen an die neue Adresse weitergeleitet werden. Bei einem Umzug ist es empfohlen eine Nachsendung von Briefen und Paketen ca. 2 – 3 Wochen vor dem Umzugstermin zu stellen. Laut der Post müssen es jedoch mindestens 5 Werktage zuvor sein. Eine Nachsendeantrag können Sie hier bei der Post online stellen.

Die Nachbarn frühzeitig informieren

Etwa eine Woche vor dem Umzugstag werden am besten zudem die Nachbarn im Haus über den Umzug informiert – entweder durch einen Aushang im Treppenhaus oder auch persönlich. So wissen diese Bescheid und fühlen sich nicht gestört.

Das Verpacken und Entsorgen von Müll

Mit dem Packen der Kartons und Kisten kann bereits einige Wochen vor dem Umzugstag begonnen werden. Viele Dinge werden vielleicht gar nicht mehr benötigt, wie Kleidung, Deko-Artikel oder auch altes Mobiliar. Sortieren Sie alles sorgfältig aus, versteigern Sie Unbrauchbares im Internet oder geben Sie es zum Sperrmüll.

Wie viele Kartons Sie für den Umzug benötigen, lässt sich nur schwer im Vorfeld kalkulieren. Es ist meist jedoch lohnenswert, immer wieder im Supermarkt nach größeren Kartons oder Bananenkisten zu fragen, die vielleicht noch über praktische Griffe an den Seiten verfügen. Natürlich können Sie auch in Baumärkten Umzugskartons kaufen, die Preise liegen je nach Größe oftmals zwischen 2 Euro und 5 Euro pro Karton.

Tipps zur reibungslosen Organisation

Für jeden Umzug werden einige Hilfsmittel benötigt, die beim Verpacken und Transportieren hilfreich sein können.

Welche Hilfsmittel brauche ich beim Umzug?

Dazu zählen unter anderem:

  • alte Decken
  • klassische Werkzeugkästen
  • Klebeband
  • eine stabile Schnur
  • eine Schere
  • Kabelbinder
  • Verlängerungskabel
  • Putzutensilien
  • Staubsauger
  • Reinigungsmittel

Haben Sie an dass Bargeld und die Verpflegung gedacht?

Denken Sie außerdem an etwas Bargeld für kurzfristige Einkäufe, falls doch noch etwas Wichtiges fehlen sollte sowie auch an genügend Verpflegung für die Umzugshelfer.

Was ist mit den Elektrogeräten?

Elektrogeräte wie Kühlschränke und Kühltruhen müssen bereits frühzeitig ausgeräumt, abgetaut und dann transportiert werden. Ideal ist, wenn verderbliche Lebensmittel zwischenzeitlich in einem anderen Kühlschrank bei den Nachbarn oder – im Winter – im Freien gekühlt werden können.

Denken Sie auch an die Waschmaschine und vor allem zum Transport die Transportsicherungen wieder anzubringen. Falls große Elektrogeräte nicht selbstständig abgebaut werden können, muss hiermit ein Fachmann beauftragt werden. Denken Sie daran den Elektroherd mit Starkstrom nicht selbst anzuschließen, sofern Sie keine Ahnung davon haben.

Es gibt in Deutschland zwar keine Pflicht dies zu tun, sollte jedoch die Versicherung bei einem Brand zum Beispiel feststellen, dass der E-Herd falsch angeschlossen war, so wird die Versicherung sich der Haftung entziehen. Wenn Sie es dennoch tun wollen finden Sie hier eine Anleitung.

Sind die Lebensmittel und Getränke aufgebraucht?

Ein guter Tipp: Wenn möglich, sollten Vorräte wie Lebensmittel und Getränke in den Wochen vor dem Umzug aufgebraucht und erst danach neu eingekauft werden. Dies spart viel Aufwand und Platz.

Wie sieht es mit Haustiere aus?

Kleintiere wie Meerschweinchen oder Fische in Aquarien dürfen von Vermietern nicht in Wohnungen verboten werden.

Was ist mit exotischen Tieren?

Allerdings darf er durchaus das Halten von exotischen Tieren wie Giftschlangen oder Spinnen verbieten, sollten diese eine Gefahr für andere Vermieter darstellen.

Sind Katzen und Hunde erlaubt?

Wer eine Katze oder einen Hund in der künftigen Wohnung halten möchte, muss dies ebenfalls im Vorfeld mit dem Vermieter absprechen.

Gibt es bei Haustieren eine Obergrenze welche einzuhalten ist?

Im Falle einer Genehmigung muss dennoch beachtet werden, dass nicht beliebig viele Tiere in einer Wohnung gehalten werden dürfen – hier muss natürlich eine gewisse Obergrenze beachtet werden. Ein gutes Beispiel: Für eine Wohnung mit einer Fläche von 50 m² wären sechs Hunde sicherlich zu viel. Auch muss der Vermieter darüber in Kenntnis gesetzt werden, wenn man beispielsweise ein sehr großes und schweres Aquarium aufstellen möchte, da dies durchaus zu einer Belastung der Statik eines Hauses werden kann.

Die Wohnungsbesichtigung mit Tier kann sinnvoll sein!

Vermieter verbieten das Halten von Tieren in Mietwohnungen häufig aus Furcht, diese könnten teure Schäden anrichten oder Gerüche verursachen, die sich später nicht mehr so leicht aus den Räumen beseitigen ließen. Bemerkt man, dass der Vermieter zweifelt, ist es ratsam, ihm das Haustier vorzustellen und ihn von seiner Reinlichkeit zu überzeugen

Bereits bei der Besichtigung eines Hauses kann ein gut erzogener Hund mitgeführt werden, damit sich der Vermieter selbst ein Bild machen kann. Auch eine Hundehaftpflichtversicherung, welche vom Tier verursachte Schäden abdeckt, gibt Vermietern in der Regel ein sicheres Gefühl.

Wo finde ich eine Checkliste zum Umzug planen?

Ganz egal, ob es sich um einen Umzug in ein neues Haus oder in eine Wohnung handelt – eine gute und sorgfältige Planung erleichtert einiges.

Um stets den Überblick zu behalten, ist es ratsam, eine Checkliste mit sämtlichen wichtigen Aufgaben zu erstellen, damit beim Umzug planen und durchführen auch sicher nichts vergessen wird. Somit können Sie sorglos in das neue Heim einziehen.

Hier finden Sie den Download für die Checkliste zum Umzug planen!

Eine Checkliste für den Umzug können Sie hier kostenlos downloaden und persönlich erweitern. Die Liste können Sie als Excel-Datei oder als PDF downloaden:

Weiterführende Informationen

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