Wohnen im Alter: Betreutes Wohnen, WG, Altersheim, Seniorenresidenz

Hier lernen Sie mehr zum Thema Möglichkeiten für das Wohnen im Alter. Folgende Themen sind hier näher beschrieben: das betreute Wohnen, das Eigenheim, die eigenen Wohnung, die Seniorenresidenz, die WG, das Mehrgenerationenhaus sowie das Pflegeheim oder Altersheim.

Wohnen im Alter im Eigenheim, in der Wohngemeinschaften, im Mehrgenerationenhaus oder Seniorenresidenz, betreutes Wohnen im Altersheim und die eigene Wohnung

Frühzeitig an das Wohnen im Alter denken!

Viele Menschen haben in der Vergangenheit zu spät darüber nachgedacht, wo und wie sie das Wohnen im Alter gestalten wollen. Wer genug Geld bzw. ein eigenes Haus hatte, konnte früh genug Lösungen finden. Bei vielen alten Menschen müssen die Verwandten irgendwann mit, an den Kosten beteiligt, einspringen. Sie sind aufgrund der Notwendigkeit mit der Entscheidung belastet, was mit einem zu pflegenden Verwandten geschehen soll.

Früher gab es die Großfamilien

Früher war ein engerer Zusammenhalt der Familie gegeben als heute. Die Großfamilie ist in den meisten Fällen in alle Winde zerstreut. Oberflächliche Kontakte und größere finanzielle Autonomie des Einzelnen haben für einen Zerfall der Strukturen in der Familie gesorgt.

Die Frage nach arm oder reich

Daher überlegen viele Menschen sich heute vorzeitig, wie sie ihr Alter gestalten wollen. Dabei ist einigen Personen aufgrund gesicherter finanzieller Verhältnisse und einer hohen Rente die Freiheit freier Gestaltung gegeben. Andere Menschen fallen bereits relativ früh im Leben in ein finanzielles Loch und später in die Altersarmut. In dieser Situation ist man darauf angewiesen, eine Sozialwohnung zu beziehen und möglichst lange alleine zu leben. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die jeder frühzeitig bedenken kann.

Das Eigenheim als Domizil für das Wohnen im Alter

Bei ausreichend finanzieller Freiheit können Senioren sich weiterhin ein Eigenheim als Sicherheit im Alter leisten. Jeder sollte man die spätere Bezahlung der Pflege im Alter mit einplanen. Man kann zeitlebens eine Lebensversicherung bzw. einen Bausparvertrag nutzen, die ein bequemes Leben im Alter finanzieren.

Die Umbauten im Eigenheim werden notwendig

Mit genügend Geld stellt es kein Problem dar, ggf. Rampen für den Rollstuhl, ebenerdige Duschen und andere für das Alter geeignete Umbauten zu finanzieren. Im Eigenheim stellen Umbauten zudem kein Hindernis dar, welches genehmigt werden müsste, so wie es in einer gemieteten Wohnung der Fall wäre. Altersgerechte Umbauten in einer gemieteten Wohnung müssen grundsätzlich genehmigt werden. Bei Auszug oder Versterben des Bewohners fallen für die Erben Kosten für den Rückbau und die Renovierung an.

Die Gartenpflege, Treppen und Einsamkeit sind mögliche Nachteile

Der Nachteil eines Eigenheims ist jedoch meist ein großer Garten, dieser will gepflegt sein. Außerdem gibt es oft Treppen, die man nicht mehr bewältigen kann. Früher oder später möchten Senioren sich daher verkleinern. Zudem kann es nach dem Tod des Ehepartners für den anderen sehr einsam werden.

Die Wohngemeinschaft für das Wohnen im Alter

Wer im Alter nicht alleine leben will, sollte sich zeitig um eine altersgerechte Wohngemeinschaft bemühen. Eine WG mit besten Freundinnen wären eine Möglichkeit. Außerdem gibt es hier und da Wohnprojekte, in denen mehrere Generationen leben, sich also alte und junge Menschen beteiligen. Diese Möglichkeit ist ein gutes Mittel gegen die Einsamkeit im Alter.

Ein harmonisches Miteinander ist notwendig

Doch diese Wohnmöglichkeit bedingt ein harmonisches Miteinander und die Bereitschaft sich gegenseitige zu helfen. Ohne einen gewissen Grad an Toleranz geht es nicht. Oft werden Absprachen von Einzelnen nicht eingehalten. Die Macken mancher Bewohner können auch Streit entfachen.

Eine Alters-WG bedeutet teilen von Wohnraum

Typisch für die WG im Alter ist, dass jeder innerhalb eines miteinander geteilten Wohnraumes nur ein oder zwei Zimmer hat. Küche und Bad werden in der Regel geteilt. Vorteil der WG ist, dass man sie spontan bildet, indem man eine Wohnung anmietet. Jeder zahlt einen Anteil an der Miete, der auf Grund der bewohnten Zahl der Quadratmeter berechnet werden kann. Der Nachteil kann eine relativ hohe Fluktuation der Bewohner sein. Außerdem eignen sich zu wenige Wohnungen für diese Lösung.

Das altersgerechte Leben im Mehrgenerationenhaus

Mehrere Generationen können auch in einzelnen eigenen Wohnungen unter einem Dach leben. Man muss in diesem Fall nicht unbedingt miteinander verwandt sein. Neben den Wohnungen der Senioren sind gemeinsam nutzbare Gemeinschaftszimmer, Dachterrassen, Gärten oder Küchen möglich, in denen Kontakte gepflegt werden kann. Angestrebt wird eine gewisse Autonomie und Möglichkeit zum Rückzug des Einzelnen, bei gleichzeitiger Möglichkeit der gegenseitigen Unterstützung, der Arbeitsteilung oder dem Austausch von Erlebnissen und Erfahrungen. Viele Projekte mit Mehrgenerationen bedingen eine gewisse Beteiligung am Kapital und eine frühzeitige Beteiligung an den Planungen. Zudem gibt es bisher viel zu wenige derartige Projekte.

Die Seniorenresidenz für gut betuchte

Neben dem Eigenheim ist die Seniorenresidenz eine weitere Möglichkeit im Alter zu wohnen. Hier kann sich jeder, der gut betucht ist, ein Apartment kaufen. Die Wartelisten sind meistens lang und die Kosten hoch.

Die Betreuung ist wie im Hotel

Dafür kann man vor Ort die Betreuung in Anspruch nehmen und umfangreiche Möglichkeiten vom eignen Friseur über Yoga bis hin zur Masseuse, die aufs Zimmer kommt, nutzen. Im Grunde handelt es sich um eine Art Hotel für alte Menschen, mit hohen Kosten, so können bis zu 3.500 Euro monatlich anfallen. Die Bewohner einer Seniorenresidenz haben die Wahl zwischen der eigenen Wohnung und Autonomie, betreutem Wohnen oder mit Pflegehilfe.

Betreutes Wohnen oder Altersheim? Was ist besser?

Selbst diese Lösungen haben ihre Tücken. Auch sie sind selbst bei einer guten Rente und einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung nicht mehr für jeden alten Menschen zu finanzieren.

Betreutes Wohnen im Altersheim

Ein betreutes Wohnen erfordert oft einen Wohnberechtigungsschein. Im Altersheim fehlt es meist an geistiger Anregung, kulturellen Angeboten und einem wirklichen Miteinander. Positiv ist die medizinische Betreuung. Je nach gewähltem Domizil können die Angebote sehr unterschiedlich ausfallen. Die Unterschiede zwischen privaten, städtischen oder kirchlichen Trägern sind enorm. Dafür gibt es aber in vielen Heimen eine angegliederte Station für die Pflege. Ist das nicht der Fall, wird es bei Bedürftigkeit oder Demenz schwer, im selben Altersheim zu verbleiben, das sollte vorher bedacht werden.

In der eigenen Wohnung leben bleiben

Viele Menschen möchten in ihren eigenen vier Wänden leben bis zuletzt. Dank zunehmender Armut im Alter und Mangel an Ressourcen bleibt vielen auch gar nichts anderes übrig, als alleine in der eigenen Wohnung zu leben.

Die finanzielle Unterstützung

Die Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Leistungen für Hilfen ab. Ohne die Unterstützung der eigenen Familie ist man auf Nachbarn und Freunde angewiesen. Deren Hilfen muss man sich oft erkaufen, ob man sich dabei gut fühlen oder sich das leisten kann, ist eine gute Frage.

Die Vereinsamung kann zur Gefahr werden!

Prekär ist, dass es bei dieser Lösung zu Vereinsamung, zunehmender Hilflosigkeit und Verarmung mit der Folge schlechter Ernährung kommen kann.

Die medizinische Versorgung wird oftmals vernachlässigt

Die notwendige medizinische Versorgung wird oftmals nicht im vollen Umfang genutzt, da Bedürftige sich Zuzahlungen zu teuren Medikamenten nicht mehr leisten können.

Das Wohnen im Alter, ein Fazit

Wie Sie sehen gibt es viele Möglichkeiten das Wohnen im Alter zu gestalten und immer wieder spielt die das Geld bzw. die Finanzen sowie die eigene Gesundheit im Alter eine Rolle. Somit sollten Sie sich schon früh Gedanken machen, wie Sie sich Ihren Lebensabend gerne gestalten möchten.

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