Immobilienmakler werden, lernen Ausbildung, Weiterbildung, Studium

Bildung – Immobilienmakler werden, lernen Ausbildung, Weiterbildung, Studium

Immobilienmakler werden

Hier lernen Sie mehr zur Weiterbildung bzw. Ausbildung, wie Sie in Zukunft zum Immobilienmakler werden können, welche Voraussetzungen gelten, wie hoch die Kosten sein werden und welche Alternativen es gibt.

Bisher war es einfach eine Gewerbeerlaubnis zum Immobilienmakler zu erhalten und sich danach sofort als solcher niederzulassen. Die Gebühren für die Gewerbeerlaubnis nach § 34 c GewO kosten zwischen ca. 400,– bis 1.000 EUR (regional und inhaltlich unterschiedlich).

Sie dürfen natürlich auch keine Vorstrafen in den letzten 5 Jahren haben und es darf kein Insolvenzverfahren anhängig sein. Beantragt wird die Erlaubnis beim zuständigen Ordnungsamt des Betriebssitzes oder Ihrer Wohnanschrift.

Sachkundenachweis für Immobilienmakler

Ende 2016 bzw. seit Anfang 2017 trat eine gravierende Änderung in Kraft, welche einen Sachkundenachweis von Immobilienmaklern fordert.

Der Verband der Immobilienbranche (IVD) fordert schon seit längerer Zeit einen Fach- und Sachkundenachweis für Immobilienmakler. Das neue Gesetz zur Notwendigkeit dieses Nachweises ist nun verabschiedet worden. Somit wird der Kunde vor unseriösen Maklern geschützt und der Makler muss nicht länger einen schlechten Ruf fürchten, der leider, dank der „schwarzen Schafe“ in der Branche, nicht selten war.

Auch das klischeebehaftete Bild des Maklers der nur die Tür aufschließt, eine Immobilie zeigt und dann die „dicke Provision“ kassiert, sollte unbedingt ins rechte Licht gerückt werden.

Beruf Immobilienmakler bisher

Der Beruf des Immobienmaklers ist interessant, vielschichtig und fordert eine hohe persönliche Belastbarkeit.

Auch ungewöhnliche Arbeitszeiten, sowohl am Abend und an den Wochenenden, müssen in Kauf genommen werden. Der Makler ist im wahrsten Sinne des Wortes der Vermittler zwischen Verkäufer (Vermieter) und Interessenten bzw. potentiellen Kunden.

Das kann zu Missverständnissen, falschen Terminen und anderen Misslichkeiten führen, ist aber in den meisten Fällen eine Bereicherung durch das Kennenlernen neuer Menschen, neuer Geschichten oder interessanter Objekte. Die Positivliste ist deutlich länger als die Negativliste.

Immobilienmakler werden Voraussetzungen

Als einzige zwingende Voraussetzung ist bis zum Inkrafttreten des Sachkundenachweises lediglich die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO.

Fundiertes Fachwissen

Aber bitte bedenken Sie, dass ein fundiertes Wissen über

um hier nur einiges zu nennen, auf dem Weg zum Erfolg überlebensnotwendig ist.

Gute Menschenkenntnis

Weiterhin sind eine gute Menschenkenntnis und große Kommunikationsbereitschaft ebenso von Vorteil, wie der Wille an Abenden und Wochenenden zu arbeiten und den Ärger über einen geplatzten Termin oder ein verlorenes Geschäft wegzustecken und lächelnd weiterzumachen.

Weiterbildung zum Immobilienmakler

Wenn Sie bereits in der Immobilienbranche, oder in einem verwandten kaufmännischen Beruf tätig sind, aber auch als völliger Quereinsteiger, bieten sich einige Möglichkeiten der Weiterbildung zum Immobilienmakler.

Kursanbieter

Einige Kursanbieter, zum Beispiel das TA Bildungszentrum, Deutsche Fachakademie der Immobilienwirtschaft, aber auch direkt die IHK-Bildungszentren und Wirtschaftsakademien, bieten die Möglichkeit der Weiterbildung.

Dabei sind Seminare zwischen 2 Wochen (Intensivkurs) und 12 Monaten Maßnahmedauer denkbar, welche dann mit dem Prüfungsabschluss vor der IHK enden.

Fernstudium

Eine weitere und gut zu realisierende Möglichkeit ist ein Fernstudium. Hier müssen Sie, je nach Arbeitstempo, mit ungefähr 12 Monaten rechnen. Auch nach dem Fernstudium können Sie dann die Prüfung vor der IHK ablegen.

Crashkurse

Vielleicht ist ein wenig Vorsicht geboten vor Anbietern von sogenannten Crashkursen über 3 Tage, die kaum weniger kosten, aber im Gegensatz zu einer fundierten Weiterbildung möglicherweise nicht die Effizienz besitzen.

Kosten

Immobilienmakler und Verwalter müssen vor den Industrie- und Handelskammern der Bundesländer eine Prüfung ablegen. Hierauf können und sollten Sie sich in entsprechenden Kursen vorbereiten.

Sowohl die Kurse als auch die Prüfungsgebühren sind kostenpflichtig, und zwar in nicht unerheblicher Höhe. Alleine die Prüfungsgebühren werden sich zwischen 400,– und 700,– Euro bewegen.

Die Seminarkosten sind abhängig von Art, Dauer und ob eventuell damit ein Hotelaufenthalt verbunden ist.

Wie bei den meisten Weiterbildungsmaßnahmen haben Sie auch hier die Möglichkeit einer Förderung. Hier gibt es unter anderem Maßnahmen mit dem Berufsförderungsdienst, Landesprogrammen oder Stipendien sowie den Arbeitsagenturen.

Eine Ausnahmeregelung wird es hier geben. Bei dem Nachweis einer über sechsjährigen Tätigkeit als Makler oder Verwalter, muss lediglich die Kompetenz durch Vorlage entsprechender Unterlagen bei der Aufsichtsbehörde nachgewiesen werden. Mehr zur Ausnahmeregelung für Immobilienmakler und wie Sie ein Gewerbe anmelden Sie unter Gewerbeanmeldung.de.

Alternativen

Eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Immobilien kann der richtige Weg sein die Sachkundeprüfung zu erlangen und somit den Beruf Immobilienmakler lernen.

Immobilienkaufmann, Immobilienkauffrau

Gehen wir hier kurz auf den Standardweg nach dem Schulabschluss ein. Sie können eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau anstreben. Das bedeutet eine Anstellung in einem großen Immobilienunternehmen, oder auch in einem kleineren Immobilienbüro zu finden und 3 Jahre zu lernen. Voraussetzung hierfür ist die Mittlere Reife oder das Abitur.

Immobilienfachwirt

Nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau können Sie noch eine Weiterbildung zum Immobilienfachwirt (3-24 Monate) folgen lassen. Hierbei erwerben Sie zusätzlichen Führungskompetenzen und vertiefendes Wissen im Immobilienmanagement.

Immobilienbetriebswirt

Sollten Sie das Abitur besitzen, besteht auch die Möglichkeit ein Studium zum Immobilienbetriebswirt zu absolvieren.

Dies sind die besten Voraussetzungen, um das Berufsbild eines Immobilienmaklers oder Verwalters zu erwerben und sich gleichzeitig noch besser zu qualifizieren.

Immobilienmakler lernen Fazit

Der Beruf des Immobilienmaklers ist einer der abwechslungsreichsten und interessantesten Berufe. Sie müssen ja nicht zwingend selbstständig sein, viele große Unternehmen suchen oft Makler in fester Anstellung oder auf Provisionsbasis.

Aber natürlich ist die Selbstständigkeit ein nicht unerheblicher Anreiz dieses Berufes. Wenn Sie also ein souveränes Auftreten haben, kompetent und sympathisch sind, gerne telefonieren, gerne mit den unterschiedlichsten Menschen zusammentreffen, dann ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Führung eines Büros macht Ihnen weder hinsichtlich der Buchhaltung noch der Arbeit am Computer Schwierigkeiten, Sie fotografieren gerne und haben immer den Überblick über Ihre Termine, dann werden Sie sich in diesem Beruf sicher wohlfühlen.

Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass ein Immobilienmakler bei guter Arbeit und erfolgreicher Vermittlung sehr viel Geld verdienen kann. Und ganz eindeutig ist es so – das beste Aushängeschild des Maklers ist die Empfehlung!

Das sollten Sie im Auge behalten deswegen nie vergessen Ihre alten Kunden immer mal wieder zu fragen wie es Ihnen geht und ob Sie etwas für sie tun können.

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