Immobilienmakler Weiterbildung Voraussetzungen, GewO § 34c, Kosten

Hier lernen Sie mehr zur Immobilienmakler Weiterbildung bzw. Ausbildung und wie Sie in Zukunft Makler werden können. Weiterhin welche Voraussetzungen gelten, zur GewO § 34c zum Inhalt der Weiterbildung und wie hoch die Kosten sein werden. Weiterhin erfahren Sie welche Alternativen es zum Immobilienmakler gibt.

Die Weiterbildung zum Immobilienmakler werden, auch Ausbildung oder Studium, Kosten Voraussetzungen, Inhalte sowie Sachkundenachweis und GewO § 34c.

Wo kann ich die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO beantragen?

Bisher war es einfach eine Gewerbeerlaubnis zum Immobilienmakler zu erhalten und sich danach sofort als solcher niederzulassen. Die Gebühren für die Gewerbeerlaubnis nach § 34 c GewO kosten zwischen ca. 400,– bis 1.000 EUR, je nach Region und Inhalt sind die Gebühren verschieden. Sie dürfen natürlich auch keine Vorstrafen in den letzten 5 Jahren haben und es darf auch keine Insolvenz anhängig sein. Beantragt wird die Erlaubnis beim zuständigen Ordnungsamt des Betriebssitzes oder Ihrer Wohnanschrift.

Der Sachkundenachweis für Immobilienmakler

Ende 2016 bzw. seit Anfang 2017 trat eine gravierende Änderung in Kraft, welche einen Sachkundenachweis von Immobilienmaklern fordert. Der Verband der Immobilienbranche IVD fordert schon seit längerer Zeit einen Fach- und Sachkundenachweis für Immobilienmakler. Das neue Gesetz zur Notwendigkeit dieses Nachweises ist nun verabschiedet worden. Somit wird der Kunde vor unseriösen Maklern geschützt und der Makler muss nicht länger einen schlechten Ruf fürchten, der leider, dank der schwarzen Schafe in der Branche, nicht selten war. Auch das schlechte Bild des Maklers der nur die Tür aufschließt, eine Immobilie zeigt und dann die dicke Provision kassiert, sollte unbedingt ins rechte Licht gerückt werden.

Der Beruf des Maklers bisher

Der Beruf des Immobilienmaklers ist interessant, vielschichtig und fordert eine hohe persönliche Belastbarkeit. Auch ungewöhnliche Arbeitszeiten, sowohl am Abend und an den Wochenenden, müssen in Kauf genommen werden. Der Makler ist im wahrsten Sinne des Wortes der Vermittler zwischen Verkäufer oder Vermieter und Interessenten bzw. Kunden. Das kann zu Missverständnissen, falschen Terminen und anderen Problemen führen, ist aber in den meisten Fällen eine Bereicherung durch das Kennenlernen neuer Menschen, neuer Geschichten oder interessanter Objekte. Die Positivliste ist deutlich länger als die Negativliste.

Die Voraussetzungen, um Immobilienmakler zu werden ist eine Weiterbildung

Als einzige zwingende Voraussetzung ist bis zum Inkrafttreten des Sachkundenachweises lediglich die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO.

Ein fundiertes Fachwissen ist zu empfehlen

Aber bitte bedenken Sie, dass ein fundiertes Wissen über:

  • Die fachliche Rechtskunde also das Maklerrecht, Vertragsrecht sowie das Mietrecht vorgeschrieben sind.
  • Sie lernen kaufmännisches Rechnen sowie die Kalkulation und Baufinanzierung.
  • Die Immobilienbewertung
  • Das Erkennen historischer Bausubstanzen
  • Die Erstellung eines Angebotes sowie den Umgang mit dem PC und den Programmen
  • Die neuesten Online-Trends

um hier nur einiges zu nennen, was auf dem Weg zum Erfolg wichtig ist.

Ein Immobilienmakler sollte gute Menschenkenntnis besitzen

Weiterhin sind eine gute Menschenkenntnis und eine große Bereitschaft zur Kommunikation ebenso von Vorteil. Genauso wie der Wille an Abenden und Wochenenden zu arbeiten und den Ärger über einen geplatzten Termin oder ein verlorenes Geschäft wegzustecken.

Die Weiterbildung zum Immobilienmakler

Wenn Sie bereits in der Immobilienbranche oder in einem anderen kaufmännischen Beruf tätig sind, bieten sich einige Möglichkeiten der Weiterbildung zum Immobilienmakler. Auch Quereinsteiger mit wirklichem Interesse haben gute Chancen.

Wo finde ich die Weiterbildung und Anbieter für den Immobilienmakler?

Einige Kursanbieter, zum Beispiel das TA Bildungszentrum, die Deutsche Fachakademie der Immobilienwirtschaft, aber auch direkt die IHK vor Ort und diverse Akademien der Wirtschaft, bieten die Möglichkeit der Weiterbildung zum Immobilienmakler an. Dabei sind Seminare zwischen 2 Wochen und 12 Monaten Dauer denkbar, welche dann mit dem Abschluss vor der IHK enden.

Was ist mit einem Fernstudium zum Immobilienmakler?

Eine weitere und gut zu realisierende Möglichkeit ist ein Fernstudium zum Immobilienmakler. Hier müssen Sie, je nach Arbeitstempo, mit ungefähr 12 Monaten rechnen. Auch nach dem Fernstudium können Sie dann die Prüfung vor der IHK ablegen.

Sind Crashkurse zu empfehlen?

Vielleicht ist ein wenig Vorsicht geboten vor Anbietern von sogenannten Crashkursen über 3 Tage, die kaum weniger kosten, aber im Gegensatz zu einer fundierten Weiterbildung möglicherweise nicht die Effizienz besitzen.

Welche Kosten entstehen bei der Weiterbildung zum Immobilienmakler?

Die Immobilienmakler und Verwalter müssen vor den IHKs der Bundesländer eine Prüfung ablegen. Hierauf können und sollten Sie sich in entsprechenden Kursen vorbereiten. Sowohl die Kurse als auch die Gebühren für die Prüfung sind kostenpflichtig, und zwar in nicht unerheblicher Höhe. Alleine die Gebühr für die Prüfung bewegt sich zwischen 400 und 700 Euro. Die Kosten für die Seminare sind abhängig von der Art und der Dauer, auch ob eventuell damit ein Aufenthalt im Hotel verbunden ist.

Wie bei den meisten Weiterbildungen haben Sie auch hier die Möglichkeit einer Förderung. Hier gibt es unter anderem Maßnahmen mit dem Berufsförderungsdienst, den Förderprogrammen der Länder oder Stipendien sowie dem Bildungsgutschein der Arbeitsagentur. 

Eine Ausnahmeregelung wird es hier geben. Bei dem Nachweis einer über sechsjährigen Tätigkeit als Makler oder Verwalter, muss lediglich die Kompetenz durch Vorlage der Unterlagen bei der Aufsichtsbehörde nachgewiesen werden. Mehr zur Ausnahmeregelung für Immobilienmakler und wie Sie ein Gewerbe anmelden erfahren Sie unter Gewerbeanmeldung.de.

Welche Alternativen habe ich zur Weiterbildung?

Eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich der Immobilien kann der richtige Weg sein die Sachkundeprüfung zu erlangen und somit den Beruf des Immobilienmaklers zu lernen.

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder Immobilienkauffrau

Gehen wir hier kurz auf den Standardweg nach dem Abschluss der Schule ein. Sie können eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau anstreben. Das bedeutet eine Anstellung in einem großen Immobilienunternehmen oder auch in einem kleineren Büro zu finden und 3 Jahre zu lernen. Die Voraussetzung hierfür ist die Mittlere Reife oder das Abitur.

Die Weiterbildung zum Immobilienfachwirt als Alternative

Nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann können Sie noch eine Weiterbildung zum Immobilienfachwirt für ca. 3-24 Monate folgen lassen. Hierbei erwerben Sie zusätzliche Kompetenzen in der Führung und ein vertiefendes Wissen im Management von Immobilien.

Der Betriebswirt für Immobilien in Form eines Studiums

Sollten Sie das Abitur besitzen, besteht auch die Möglichkeit ein Studium zum Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Immobilien zu absolvieren. 

Dies sind die besten Voraussetzungen, um das Berufsbild eines Immobilienmaklers oder Verwalters zu erwerben und sich gleichzeitig noch besser zu qualifizieren.

Ein Fazit zur Weiterbildung zum Immobilienmakler

Der Beruf des Immobilienmaklers ist ein interessanter und mit Abwechslung versehener Beruf. Sie müssen ja nicht zwingend selbstständig sein, viele große Unternehmen suchen oft Makler in fester Anstellung oder auf der Basis von Provision. Wenn Sie also ein souveränes Auftreten haben, kompetent und sympathisch sind, gerne telefonieren, gerne mit Menschen zusammentreffen, dann ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Führung eines Büros macht Ihnen weder hinsichtlich der Buchhaltung noch der Arbeit am Computer Schwierigkeiten. Sie fotografieren gerne und haben immer den Überblick über Ihre Termine, dann werden Sie sich in diesem Beruf sicher wohlfühlen. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass ein Immobilienmakler bei guter Arbeit und erfolgreicher Vermittlung sehr viel Geld verdienen kann. Deswegen nie vergessen Ihre alten Kunden immer mal wieder zu fragen wie es Ihnen geht und ob Sie etwas für sie tun können.

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